Leinöl ist so gesund

Leinöl mit Quark und Früchten.Kaltgepresstes Leinöl ist ein gold-grünliches Öl. Es wird aus den reifen Samen von Öllein gewonnen. Der Geruch von Leinöl lässt sich als würzig nach Heu beschrieben. Der Geschmack unterscheidet sich je nach Sorte etwas, häufig schmeckt Leinöl aber leicht nussig bis heuartig und es hat eine milde Schärfe. Wird Leinöl zu lange gelagert, dann wird es allerdings bitter und ranzig. Dann sollte es auch nicht mehr verwendet werden.

Leinöl gilt als Omega 3-Kraftpaket. 100 Gramm Leinöl enthalten bis zu 55 Gramm Omega 3-Fettsäuren.

Warum Leinöl für uns so gesund ist

Unter den natürlichen Quellen der essentiellen α-Linolensäure gehört Leinöl zu den wenigen, in denen der Anteil der Omega-3-Fettsäuren den der Omega-6-Fettsäuren übersteigt. Neben dem Leinöl weist diese Eigenschaft nur das Leindotteröl und die doch eher exotisch zu nennenden Öle Chia- und Perillaöl auf.

Leinsamen gehören zudem (zusammen mit Gerste, Weizen, Linsen und Erbsen) zu den fünf frühesten Agrarpflanzen des eurasischen Kulturkreises in der Jungsteinzeit.

Damit ist Lein neben dem späteren Öl aus Hanf und Mohn die einzige historische Ölpflanze Europas. Da die Fette in Getreiden aber überwiegend aus Omega-6-Fettsäuren bestehen, stellt das Öl aus Leinsamen mit seinem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren eine wichtige ernährungstechnische Errungenschaft der Jungsteinzeit dar – von der wir natürlich auch heute noch in unserer Ernährung profitieren können und auch sollten. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sollten in einem guten Verhältnis zueinander aufgenommen werden (die Deutsche Gemeinschaft für Ernährung – DGE – empfiehlt ein Verhältnis von 1:5).

In folgenden Bereichen hat Leinöl eine hohe Wirkung:

  • Leinöl hilft bei trockener Haut.
  • Bei Hautrissen.
  • Gegen Neurodermitis und andere Hautkrankheiten.
  • Sogar bei Allergien.
  • Magen- und Darmprobleme, wie zum Beispiel Verstopfung.
  • Zur Senkung des Cholesterinspiegels.
  • Zur Senkung des Blutzuckers.
  • Zur Linderung der Symptome in den Wechseljahren.
  • Für die Herzgesundheit.
  • Leinöl ist prima zur Stärkung des Immunsystems.

Inhaltsstoffe Leinöl

Leinöl enthält in seinen Triglyceriden größtenteils (zu 90 Prozent und mehr) ungesättigte Fettsäuren und hat insbesondere einen hohen Anteil an der Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure von 45 % bis 71 % (außerdem etwa 17 % bis 23,5 % Ölsäure und 12 % bis 24 % Linolsäure). Die α-Linolensäure wird vom Menschen zu einem geringen Anteil (1–10 %) auch in die höherwertigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt.

Leinöl enthält an Vitamin E ca. 1,2 mg/100 g alpha-Tocopherol und 52 mg/100 g gamma-Tocopherol. Außerdem mit 17 bis 30 mg/100 g einen relativ hohen Wert des Tocotrienol-ähnlichen und vor Lipidperoxidation schützenden Plastochromanol-8.

Leinöl gilt schon wegen der Fettsäuren als sehr gesund für den Menschen. Es kommt aber auch bei der Haustierfütterung zum Einsatz. So wird es gerne aber nicht nur auch als Ergänzungsmittel eingesetzt, wenn ein Hund oder eine Katze gebarft werden. Und auch bei der Fütterung von Pferden wird Leinöl sehr gerne eingesetzt, denn zum einen wird dadurch das Fell und die Mähne glänzender, auch die Hufen profitieren von dem gesunden Öl.

Leinöl
Rohstoffpflanze Gemeiner Lein bzw. Öllein (Linum usitatissimum)
Inhaltsstoffe Leinöl
Ölsäure 10–22 %
Linolsäure 12–18 %
Linolensäure 56–71 %
Weitere Fettsäuren 4–6 % Palmitinsäure, 2–3 % Stearinsäure
Weitere Inhaltsstoffe Tocopherol 110–280 mg/kg
Nährwertangaben Leinöl pro 100 Gramm
Kalorien 884 Kalorien
Fettgehalt Gesättigte Fettsäuren: 9 Gramm
Mehrfach gesättigte Fettsäuren: 68 Gramm
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 18 Gramm
Transfettsäuren: 0,1 Gramm
Protein 0,1 Gramm
Vitamin A
Vitamin B12
Vitamin B6
Vitamin C
Vitamin D
Vitamin E 1,2 mg
Kalzium
Magnesium
Eisen
Leinöl enthält weder Cholesterin, noch Natrium oder gar Kohlenhydrate und Zucker. Allerdings auch keine Ballststoffe.

Sehr lecker und sehr gesund ist übrigens Quark mit Leinöl. Entweder auf frischem Brot, oder eben mit leckeren Pellkartoffeln: Quark mit Leinöl Rezepte. Und nicht nur uns Zweibeinern tut Leinöl richtig gut. Auch unseren Haustieren. Siehe auch Leinöl für Katzen und Leinöl für Hunde.