Leinöl für Holz - Holzschutz

Leinöl für Holz – Holzschutz

Es gibt auch ein spezielles Leinöl für Holz, dass als Holzschutz eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um ein kalt gepresstes Leinöl. Außerdem gibt es auch Leinöllasuren und Leinölfarben, die ebenfalls gut für das Holz sind.

Man kann aber auch das Leinöl für Holz nehmen, dass man in der Küche selbst benutzt. Das Leinöl kann zum Ölen von Holz verwendet werden. Ziel ist es dann die Holzfasern mit dem Öl zu tränken. Wenn das Öl dann trocknet, wird es zähelastisch im Holz. Und das ergibt eine Holzoberfläche, wie wir sie gerne anfassen. Und dazu riecht das Holz auch noch gut.

Öl als Holzschutz einzusetzen hat den großen Vorteil, dass die Ursprünglichkeit des Holzes so bewahrt wird – ganz anders als bei einer Kunststoffschicht oder Lackschicht. Eine Lackschicht mag zwar Haltbarer sein und man kann sie häufig auch mit schärferen Reinigungsmitteln bearbeiten, natürlicher und schöner anzufassen bleibt aber eine geölte Holzoberfläche.

Öle für den Holzschutz – Nicht nur Leinöl ist hier gefragt

Leinöl ist nicht das einzige herkömmliche Öl, dass als Holzschutz eingesetzt werden kann. Man kann eigentlich jedes Öl verwenden,d ass aushärtet bzw. trocknet. Neben Leinöl (das aber das Gebräuchlichste hierfür ist) kann man auch Walnussöl, Mohnöl, Distelöl und Tungöl verwenden. Kennt man Walnussöl, Distelöl und natürlich das Leinöl noch aus der Küche ist bereits das Mohnöl etwas exotischer. Das Tungöl dürften da nur noch wenigere kennen.

Tungöl als Alternative zum Leinöl

Tungöl ist eine andere Bezeichnung für chinesisches Holzöl. Hier handelt es sich um ein Pflanzenöl aus ölreichen Samen verschiedener südasiatischer baumförmiger Arten der Gattungen Vernicia. Tungöl reagiert mit Licht und Sauerstoff ähnlich wie Leinöl. Allerdings kann man es auch gut alternativ verwenden, denn Tungöl trocknet schneller, was durchaus bei der Holzbearbeitung erwünscht sein kann. Dazu bildet Tungöl im Vergleich zum Leinöl eine matte, relativ harte Oberfläche. Reines Tungöl gibt es heute allerdings nicht mehr, aber es gibt Mischungen, die die positiven Eigenschaften noch verstärken.

Tungöl hat allerdings auch einen Nachteil: Es entwickelt einen typischen Schmalzgeruch. Der soll zwar nach Trocknung verschwinden, er kann aber doch bis dahin etwas unangenehm sein.

Wie wird Holzöl aufgetragen?

Gleich ob man nun Tungöl, Leinöl oder Walnussöl verwendet, um das Holz zu schützen, das verwendete Holzöl sollte immer möglichst dünn mit einem sauberen Lappen, Pinsel oder auch (Stoff)Ballen aufgetragen werden. Bevor das Öl fest wird, muss überschüssiges Öl auch entfernt werden. Denn ansonsten würde sich ein Eisblumenmuster bilden (ähnlich wie bei Lacken oder Farben eben auch gerne Nasen entstehen oder eben Risse auftreten). Oberflächen werden häufig auch zwei bis drei Mal nacheinander geölt. Ehe der nächste Ölgang erfolgt, wird allerdings nach einer Aushärtung (zwischen 12 und 24 Stunden) erst ein Zwischenschliff durchgeführt.

Wird das Öl aufgetragen, dann braucht insbesondere Leinöl doch zwei bis zehn Wochen, bis es ausgehärtet ist. Leinöl wird dann zähelastisch, das liegt an seiner Reaktion mit dem Sauerstoff und auch dem Licht.

Warum Öl als Holzschutz so gut ist

Die meisten Öle sind, einmal ausgehärtet, gut geeignet um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Außerdem dünsten sie keine Lösemittel oder gar Schadstoffe aus. Manchmal werden aber Oberflächen alleine mit Öl nicht strapazierfähig genug. In solchen Fällen wird dann noch Baumharz beigemischt.

Während gelackte Oberflächen dicht sind, sind es geölte Oberflächen eben nicht. Verschüttet man auf einem Tisch, der nur geölt wurde, also Flüssigkeit, sollte man diese besser auch wegwischen. Ein geölter Tisch kann durchaus auch abgewischt werden, das Tuch sollte dann aber nebelfeucht und nicht triefend nass sein.

Wie wird Holz geölt? Kurzanleitung

Ehe man mit dem Ölen des Holzes beginnt, benötigt man einen sauberen Schliff in Faserrichtung des Holzes. Da nur geölt und nichts zugekleistert wird, sind Fehler wie auch ein Querschliff später durchaus sichtbar.

Holz einölen - Kurzanleitung.

  • Empfehlenswert ist ein Vorschliff mit den Körnungen 100-120-150-180. Wer eine noch feinere und glatte Oberfläche möchte, kann die Körnung beim Schleifen noch erhöhen.
  • Die Holzoberfläche gut entstauben.
  • Nun zügig einölen. Dabei das Öl auch immer wieder verreiben. Die gesamte Fläche sollte dabei gleichzeitig benetzt werden. Am Ende wird noch mal in Faserrichtung verrieben.
  • Nun sollte man auf die Ölflasche schauen. Dort müsste drauf stehen, nach wie vielen Minuten der Hersteller empfiehlt, den Überstand abzunehmen. Meist muss man dafür fünf bis 25 Minuten warten. Der Überstand (das zu viel an Öl, was später nur das oben genannte Eisblumenmuster hinterlassen würde) wird dann mit einem saubern und vor allem auch nicht Fußlenden Lappen in Fasserrichtung abgenommen. Es sollten keine glänzenden öligen Stellen zurückbleiben.
  • Nun sollte man das Ganze mindestens so lange trocknen lassen, wie der Hersteller empfiehlt. Meist sind dies zwölf bis 24 Stunden.
  • Dann wird ein Zwischenschliff mit der Körnung 240-280-320 eingelegt. Auch danach muss wieder sehr sorgfältig entstaubt werden. Dann geht es mit der zweiten Lage Holzöl wie schon beschrieben weiter und mit der dritten (wenn gewünscht) ebenso). Beim zweiten und dritten Auftragen sollte man sich nicht wundern, denn nun wird weniger Öl benötigt als beim ersten Durchgang.

Fertig ist man spätestens dann, wenn kein Öl mehr einzieht.

Was geschieht durch das Ölen?

Helle Hölzer werden dunkler. Manchmal sogar etwas gelblich. Daher sollte man zuvor testen, ob einem das so gefällt, oder man vielleicht ein anderes Öl verwenden möchte.

Die Maserung tritt deutlicher hervor.

Zwar dauert es durchaus einige Tage wenn nicht sogar Wochen (das kommt auf auch auf das verwendete Öl an), bis eine vollständige Durchtrocknung beendet ist. Meist sind geölte Holze aber schon vorher beanspruchbar.